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Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Erziehungsberechtigte,

auf dieser Seite möchten wir Ihnen das Berufliche Gymnasium Gesundheit vorstellen. Sie können in diesem dreijährigen Bildungsgang die Allgemeine Hochschulreife erwerben. Diese ist nicht fachgebunden, sondern berechtigt Sie zu allen akkreditierten Studiengängen.

Bildungsgangkoordination

Sie interessieren sich für gesundheitsbezogene Fragestellungen aus Medizin, Pflege, Prävention, Pharmazie, Forschung oder Gesellschaft und haben Freude an der Arbeit mit Menschen? 

Sie möchten die Allgemeine Hochschulreife erwerben, studieren und sich eine fundierte Basis für viele gesundheitliche und medizinische Berufe schaffen?

Dieser Bildungsgang ermöglicht Ihnen eine besondere Vorbereitung auf ein Studium an einer Universität oder einer (Fach)Hochschule in einem Studiengang im Bereich Gesundheitswesen, z.B. Medizin, Pflegewissenschaften, Gesundheitsmanagement, Gesundheitswissenschaften oder auch Biologie.

Darüber hinaus stehen Ihnen natürlich sämtliche Ausbildungsberufe in diesem Bereich offen. Eine berufsbezogene Vermittlung und die Entwicklung von Kompetenzen für einen fachlich fundierten und reflektierten Umgang mit Menschen stehen im Vordergrund.

Um in die Einführungsphase (Klasse 11) des Bildungsgangs aufgenommen zu werden, müssen Sie den mittleren Bildungsabschluss (Fachoberschulreife, FOR) mit der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe (Qualifikationsvermerk) oder die Versetzung aus Klasse 9 (G 8) oder 10 (G 9) des Gymnasiums in die Einführungsphase vorweisen können.

Ein Einstieg in die Qualifikationsphase (Klasse 12) kann daneben noch über den Erwerb der Fachhochschulreife im Fachbereich Gesundheit und Soziales erfolgen. Dies ist am Berufskolleg Opladen in der höheren Berufsfachschule Gesundheit und Soziales möglich. Eine Altersbeschränkung besteht nicht.

Die Dauer des Bildungsgangs beträgt drei Jahre. Während der einjährigen Einführungsphase findet ein Praktikum in einem selbstgewählten Betrieb des Gesundheitswesens statt.

Die zweijährige Qualifikationsphase (sogenannter Block 1) schließt mit vier Abiturprüfungen ab (sogenannter Block 2). Für die Abiturnote wird der Block 1 mit zwei Dritteln und der Block 2 mit einem Drittel gewertet.

Der Unterricht wird weitgehend im Klassenverband erteilt, weil die Leistungskurse und Grundkurse obligatorisch festgelegt und nicht frei wählbar sind. Das profilbildende Leistungskursfach ist Gesundheit, das weitere Leistungskursfach ist Biologie.

Die weiteren Fächer, die im Bildungsgang unterrichtet werden, werden zum einen dem berufsbezogenen Lernbereich (Biologie, Gesundheit, Biochemie, Englisch, Psychologie, Mathematik, Spanisch) und zum anderen dem berufsübergreifenden Lernbereich (Deutsch, Gesellschaftslehre, Religionslehre, Sport) zugeordnet. Daneben müssen Leistungen im Differenzierungsbereich erbracht werden, hier variiert das Fächerangebot in jedem Schuljahr.

Für die Erlangung der Allgemeinen Hochschulreife muss eine zweite Fremdsprache erlernt werden. Bei uns besuchen Schülerinnen und Schüler, die nicht bereits eine zweite Fremdsprache für mindestens 4 Jahre in der Mittelstufe gelernt haben, den vierstündigen Spanischunterricht. Ist die zweite Fremdsprache bereits in der Mittelstufe abgedeckt worden, besteht die Möglichkeit, statt Spanisch zwei zweistündige Differenzierungskurse zu wählen.

Zentralabitur am Beruflichen Gymnasium - In Nordrhein-Westfalen werden für die Sekundarstufe II Abschlussprüfungen mit zentralen schriftlichen Prüfungsaufgaben gestellt. Die Abiturprüfungen an den Beruflichen Gymnasien umfassen alle Profil bildenden Leistungskursfächer (PbLK, 2. Leistungskursfach), die weiteren Leistungskursfächer (WLK, 1. Leistungskursfach) und die Grundkursfächer (GK, 3. Abiturfach).

Dies bedeutet für den Bildungsgang, dass die zentralen schriftlichen Prüfungen in den Leistungskursfächern Gesundheit und Biologie abgelegt werden. Die dritte schriftliche Prüfung erfolgt wahlweise im Grundkursfach Englisch, Deutsch oder Religion. Darüber hinaus muss eine mündliche Prüfung in einem Grundkursfach abgelegt werden. Als viertes mündliches Prüfungsfach kann – je nach Wahl des dritten Fachs – zwischen den Grundkursfächern Psychologie, Gesellschaftslehre, Deutsch, Englisch, Spanisch oder Religion ausgewählt werden. 

Während der Schulzeit werden Exkursionen und Seminarfahrten zu außerschulischen Lernorten durchgeführt. Die Teilnahme daran ist, wie auch die Teilnahme an der Klassenfahrt in Jahrgangstufe 12, obligatorisch.

Praktikum: Während der einjährigen Einführungsphase findet ein Praktikum in einem selbstgewählten Betrieb des Gesundheitswesens statt. Hierbei geht es vor allem um die persönliche Berufswahlentscheidung. Einblicke in Arbeitsweisen eines akademischen Berufs sollen bei Ihrer Wahl gewährleistet sein. Vorrangig sollen Betriebe innerhalb des Bereichs des Schulträgers gewählt werden (Leverkusen, Monheim, Leichlingen, Langenfeld, Burscheid).

Studienorientierung: Während der drei Jahre werden Sie sich immer wieder mit möglichen Studiengängen beschäftigen. In der Einführungsphase ist die Studienorientierung im Lehrplan verankert, aber auch darüber hinaus werden Sie immer wieder Gelegenheit haben, an Hochschultagen teilzunehmen oder an in der Schule vorbereiteten Messen wie z. B. vocatium.

Exkursionen: Im Rahmen der Fachunterrichte werden immer wieder außerschulische Lernorte aufgesucht, um so einen vertieften und authentischen Einblick in mögliche Arbeitsfelder des Gesundheitsbereichs zu geben. Im Fach Gesundheit ist beispielsweise ein Besuch der Pränataldiagnostik des Universitätsklinikums Düsseldorf vorgesehen.

Saliha Bozkus

Unterrichtsfächer: Wirtschaftswissenschaften und Deutsch
S.Bozkus(at)bk-opladen(dot)de

Tobias Brüggemann

Unterrichtsfächer: Gesundheitswissenschaften und Katholische Religionslehre
T.Brueggemann(at)bk-opladen(dot)de

Felix Dornseiffer

Unterrichtsfächer: Spanisch und Sport
F.Dornseiffer(at)bk-opladen(dot)de

Elena Drexhage

Unterrichtsfächer: Biologie und Sozialwissenschaften
E.Drexhage(at)bk-opladen(dot)de

Roman Heine

Unterrichtsfächer: Mathematik und Sport
R.Heine(at)bk-opladen(dot)de

Julia Krämer

Unterrichtsfächer: Deutsch, Erziehungswissenschaften und Psychologie
J.Kraemer(at)bk-opladen(dot)de

Kirsten Mölders

Unterrichtsfächer: Gesundheitswissenschaft/Pflege und Deutsch
K.Moelders(at)bk-opladen(dot)de

Marcus Nick

Unterrichtsfächer: Deutsch und Gesellschaftslehre/Politik
M.Nick(at)bk-opladen(dot)de

Sonia Rodriguez

Unterrichtsfächer: Englisch und Spanisch
S.Rodriguez(at)bk-opladen(dot)de

Claudia Schreiber

Unterrichtsfächer: Englisch und Spanisch
C.Schreiber(at)bk-opladen(dot)de

Hier finden Sie unser aktuelles Anmeldeformular:

Eine Anmeldung ist auch über Schulbewerbung unbedingt erforderlich. Über folgenden Link gelangen Sie direkt auf die Anmeldeseite für diesen Bildungsgang:

www.schulbewerbung.de

Neues aus dem Bildungsgang

Zeugen der Zeitzeugen - P. Kaufmann berichtet am Berufskolleg Opladen

Zeitzeugin P. Kaufmann berichtet vom Schrecken des Holocausts und den Folgen

Ihre Eltern überlebten den Horror von Auschwitz

„Interessant, spannend und sehr bewegend", mit diesen Worten fasste Emilie zusammen, was sie gerade erlebt hatte. 90 Minuten lang hatte die Schülerin der G-AHR 13 gemeinsam mit ihrer Klasse und den MitschülerInnen der Parallelklasse E-AHR 13 gebannt einen Bericht verfolgt, der erschreckend, lehrreich und gleichzeitig sehr emotional war: Die Zeitzeugin P. Kaufmann, die 1946 in Lodz geboren wurde, schilderte den Jugendlichen den Lebensweg ihrer Eltern, die den Schrecken von Auschwitz überlebt hatten. „Meine Eltern hatten sehr viel Glück", erzählte die 71-Jährige.
 

Kaufmann berichtete den Schülerinnen, wie Auschwitz das Leben aller Angehörigen nachhaltig beeinflusst habe. „Ich selbst bin in einem KZ ohne Mauern aufgewachsen – meine Jugend war von Angst und Trauer geprägt", erklärte die Zeitzeugin, die heute im Ruhrgebiet lebt. „Mein Vater und meine Mutter haben die Erinnerung an die schlimme Zeit immer mit sich getragen, bei uns zu Hause war es immer dunkel und traurig", so die Erinnerung Kaufmanns.

Mit ihren Eltern, die gebürtige Polen waren, siedelte Kaufmann in den 1950 Jahren nach Israel über. Dort lernte sie ihren Mann – einen Deutschen – kennen und zog mit ihm nach Niedersachsen. „Meine Eltern haben lange gebraucht, um zu akzeptieren, dass ich einen deutschen Mann habe", berichtete die Rentnerin. „Aber sie haben mich auch immer Toleranz gelehrt und das versuche ich weiterzutragen."

Für die 35 ZuhörerInnen war diese Mischung aus Familienerzählung und Geschichtsbeschreibung spannend zu verfolgen. „Nicht nur der Horror von Auschwitz ist unvorstellbar, sondern auch die Vorstellung, dass die Familien noch zwei Generationen nach dem Holocaust von den Erlebnissen geprägt bzw. traumatisiert sind", resümierte Hannah aus der G-AHR 13. Gemeinsam mit ihren MitschülerInnen hatte sie sich zuvor im Deutsch- und Gesellschaftskundeunterricht intensiv mit der Zeit des Nationalsozialismus und dem Umgang mit den Verbrechen des „3. Reichs" auseinandergesetzt.

Für Kaufmann, die schon häufig über das Schicksal ihrer Familie berichtet hat, ist es wichtig, dass die Erinnerung weitergetragen wird: „Wir haben schließlich alle die Verantwortung, dass sich so etwas nie wiederholt." Genau dies ist auch das Anliegen des Vereins „Zeugen der Zeitzeugen", der den Kontakt mit Kaufmann auf Anfrage der Lehrer Dietrich und Nick hergestellt hatte.

 

Als Teil des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" (SoR-SmC) organisiert das Berufskolleg Opladen immer wieder Aktionen gegen Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und für Integration. In Zukunft soll es weitere Veranstaltungen mit Zeitzeugen am BKO geben.

Die Rheinische Post berichtet so ...

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