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Jahrgang ´93: Klassentreffen nach 30 Jahren oder die längsten Sommerferien die wir je hatten

Da war sie plötzlich: Die Einladung zum Klassentreffen. 30 Jahre nach dem Abitur. Kaum zu glauben, dass der Tag der Abiprüfung schon so lange her ist.

Und nun hieß es – 30 Jahre später – es gibt ein Wiedersehen am 13.05.2023 in der alten Schule.
Die spannendste Frage für alle war sicher: Was hat sich eigentlich verändert? Erkennen wir noch etwas in der Schule? Erkennen wir die alten Klassenkameraden wieder? Und würden sich die Lehrer überhaupt noch an uns erinnern können?

Aus Teenagern, von denen damals fast keiner einen Führerschein hatten, sind jetzt schließlich Erwachsene geworden und die Höhere Handelsschule so wie wir sie kannten ist nun ein Berufskolleg.
Der Abend begann im Foyer der Schule. Zur Begrüßung, und wahrscheinlich auch Beruhigung, gab es erstmal ein Willkommens-Getränk und ziemlich schnell wurde jedem klar: Es ist eigentlich vieles so wie früher.

Sicher, der ein oder andere ist etwas grau geworden oder hatte vielleicht gar keine Haarpracht mehr, möglich das auch mal ein Kilo mehr oder ein Tattoo dazugekommen ist, aber einige Dinge ändern sich einfach nie: Ingo kam wie immer mit dem Fahrrad, Ingo Nummer 2 wie immer zu spät, Frank war genauso quirlig wie damals und Nicoles Lachen erfüllte noch immer den ganzen Raum.
Bei der anschließenden Führung durch das Gebäude konnten sich nur noch wenige an die Klassenräume erinnern. Alles sah jetzt doch ganz anders aus als früher und wahrscheinlich hätte sich der ein oder andere sogar mittlerweile verlaufen. Woran sich jedoch alle erinnern konnten: Das Kiosk und sogar daran, was man sich damals immer gekauft hatte.

Nach diesem schönen Beginn und einem Selfie vor dem Gebäude ging es dann zum Abendessen. Von Nervosität war mittlerweile nichts mehr zu spüren und die Gespräche wurden immer intensiver. Natürlich dürften auch die alten Bilder von damals nicht fehlen und man erzählte sich zwar einerseits viele alte Storys, aber es wurde auch über Dinge gesprochen, die erst kürzlich stattgefunden hatten.
Alles fühlte sich inzwischen so an, als ob man gerade aus den Sommerferien gekommen war, wenn auch ziemlich lange Ferien.

Aber was ist nun aus dem Jahrgang ´93 geworden?

Zwei sind mittlerweile Lehrer auf einem Berufskolleg geworden, einer sogar Rektor einer Schule und derjenige der sich in Spanisch immer gequält hat, organisiert nun sogar Reisen nach Südamerika. Einige wohnen immer noch im selben Ort wie vor 30 Jahren, andere haben zwischenzeitlich eine neue Heimat gefunden. Viele arbeiten bei großen Unternehmen, bekannten Versicherungen, bei Banken oder Sparkassen, in der Pharambranche oder sogar beim Zoll; dabei u.a. auch in Führungspositionen oder auf internationaler Ebene. Alles zwar bunt gemischt, aber im Großen und Ganzen immer ein Bezug zu damals. Unsere Eltern würden sagen: Aus allen ist was Anständiges geworden.

Den Abend ließ man dann feucht und fröhlich in der Innenstadt ausklingen und versprach sich, keine weiteren 30 Jahre zu warten, bis man sich in gleicher Runde wieder trifft.
Ein Dank an dieser Stelle geht an Herr Hajjam, der uns für diesen Tag die Türen geöffnet hat.
Ein besonderer Dank geht an die Lehrer Hans-Joachim Jommersbach, Ludger Jaik, Stephan Zimmer und Hans Dörpinghaus, die durch ihren Besuch dem Treffen nochmal eine zusätzliche Würze gegeben haben und natürlich an das Orga Team rund um Maria Dominguez, Nicole Christmann, Sandra Schönefeld und Ralf Schäfer für die Idee, die Kontaktaufnahme und Durchführung

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