Am 21.01.2026 besuchte die E-FHS11b das Haus der Geschichte in Bonn. Dort setzten sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Ausstellung „Nach Hitler – über den Umgang der Deutschen mit dem Nationalsozialismus“ mit den Erinnerungskulturen der verschiedenen Generationen der deutschen Gesellschaft nach dem 2. Weltkrieg auseinander.
Deutlich wurde dabei vor allem, dass das Ende des Krieges nicht bedeutete, dass alle Probleme sofort gelöst waren. Viele Menschen wollten die Vergangenheit vergessen. Andere forderten, dass man über Schuld, Verantwortung und die Verbrechen übernehmen muss.
Die Ausstellung zeigte auf beeindruckende Art und Weise, dass die deutsche Geschichte voller Widersprüche ist. Einerseits wollten viele Menschen nach dem 2. Weltkrieg neu anfangen und die Schrecken der Vergangenheit vergessen. Ein Großteil der überlebenden Opfer war schwer traumatisiert. Andererseits waren viele ehemalige Täter weiterhin Teil der Gesellschaft. Manche wurden wieder wichtige Personen in Politik und Wirtschaft. Das hat die Schülerinnen und Schüler sehr überrascht. Sie haben gemerkt, dass Geschichte nicht einfach nur „gut“ oder „böse“ ist, sondern oft kompliziert und widersprüchlich. Viele fanden es schwer zu verstehen, warum so lange geschwiegen wurde und warum nicht früher offen über das Geschehene gesprochen wurde.
Die Ausstellung war durch die vielfältigen Perspektiven auf das Thema für die Schülerinnen und Schüler sehr bewegend – das Leid der Opfer, viele Täter ohne Strafe, Schweigen und Verdrängung der Geschehnisse bis hin zu Menschen, die sich engagiert für Erinnerung, Aufklärung und Gerechtigkeit eingesetzt haben zeigen nur einen Ausschnitt der Aspekte des Themas.
Besonders wichtig war für die Schülerinnen und Schüler der Bezug zur Gegenwart. Sie haben verstanden, dass Geschichte nicht vorbei ist, sondern unser heutiges Leben beeinflusst. Themen wie Ausgrenzung, Rassismus, Gewalt und Hass gibt es auch heute noch. Die Ausstellung hat ihnen gezeigt, wie gefährlich es sein kann, wegzuschauen oder zu schweigen. Viele haben erkannt, dass Demokratie, Meinungsfreiheit und Respekt keine Selbstverständlichkeit sind. Man muss sie schützen und sich aktiv für sie einsetzen.
Am Ende nahmen die Schülerinnen und Schüler mit, dass Erinnerung wichtig ist. Nicht, um Schuld weiterzugeben, sondern um heute Verantwortung zu übernehmen und mit unserem Handeln die Zukunft mitzugestalten.
















