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Unser Schulleben

Niemals vergessen: BKO-Schülerinnen und Schüler reinigen Stolpersteine

Deutschlandweit wird am 27. Januar der Holocaust-Gedenktag begangen. Auch am Berufskolleg Opladen gedachten viele Schülerinnen und Schüler den vom NS-Terror ermordeten und verfolgten Menschen. 

 

Einige Klassen unserer Schule nahmen den Tag zum Anlass, um „Stolpersteine“ in ihrer Umgebung zu suchen und zu reinigen. Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Mit im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus (NS-Zeit) verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.

 

Exemplarisch berichten Studierende der E-FSP-12 von ihren Erfahrungen beim Suchen und Reinigen der Steine. 

 

Ich habe mich mit den Geschwistern Benjamin beschäftigt. Antonie, Helene und Emma Benjamin. Die drei hatten ein Modegeschäft auf der Kölner Straße. Zogen nach Köln, um dort anonymer zu leben, wurden dann aber 1941 nach Łódź deportiert und sind dort wahrscheinlich umgekommen. 

Dieses Projekt hat mich sehr fasziniert und zugleich emotional sehr erschüttert, diese Namen auf Steinen wurden plötzlich zu wahren Personen, sie wurden real und umso näher ich den Spuren der Geschwister im Laufe der Zeit kam desto emotionaler wurde ich. Ich werde die Geschichte der drei wahrscheinlich nie wieder vergessen, ein zugleich sehr schönes, aber trauriges Projekt. Danke für die Möglichkeit der Teilnahme!“

Laura 

 

„Es ist wichtig, aus der dunklen Seite der Geschichte zu lernen und zu hoffen, dass nie wieder so was passiert – egal wo, egal mit wem.“

Nahir 

 

„Wir haben uns den Stolperstein zu Franz Kail in Schlebusch angeschaut. Ich finde es sehr wichtig, dass diese Geschichte, die uns alle seit Generation prägt, sich immer wieder ins Gedächtnis rufen sollte. Und jeder muss dafür Sorge tragen, dass sie sich niemals wiederholt.“

Jaqueline 

 

„Sein genaues Todesdatum ist unbekannt und sein Schicksal ist dementsprechend bis heute nicht geklärt. Niemand wird jemals erfahren, was mit ihm genau geschehen ist, aber alle können es sich denken. Alberts Stolperstein habe ich versucht zu reinigen und ein Vorher- und ein Nachher Bild geschossen. Ich finde es unfassbar erschreckend was passiert ist. Mir fehlen die Worte dafür. Ich finde es sehr wichtig, in ruhigen Augenblicken des Schweigens an die Opfer des Holocaust zu denken und ihr Schicksal zu reflektieren. Dies muss unbedingt an andere Menschen weitergegeben werden und nicht totgeschwiegen werden. Damals haben schon zu viele Menschen weggeschaut.“

Bianca 

 

„Man denkt, man wüsste schon viel über die Vergangenheit, jedoch gibt es immer wieder Neues zu lernen. Auch aus dunklen Geschichten lernt man. Ein sehr, sehr wichtiges Projekt, für uns und die neue Generation. Damit die Geschichte nicht vergessen wird.“ 

Dilara 

 

„Ich war in Langenfeld auf der Suche nach Stolpersteinen. Fündig wurde ich dann auf der Ganspohler Straße 13. Mir persönlich ist bewusst geworden, dass die Menschen einem näher sind als man vielleicht denkt. In meiner Stadt, wo ich heute lebe, ist dieser Menschen böswillig umgekommen und er war nur einer, von vielen weitern. Ich fand die Aufgabe sehr interessant und wichtig.“

Madita

 

„Wenn ich an diese Zeit gedenke, habe ich ein sehr trauriges und unwohles Befinden dabei. Diese Zeit empfinde ich als sehr schrecklich und es sollte niemals vergessen werden. Zudem sollte das Thema mit den nächsten Generationen geteilt und thematisiert werden, damit so etwas nie wieder passiert.“

Celine 

 

„Ich war in der der Gedenkstätte in Odenthal am Rathaus. Durch diese Aktion habe ich eine neue Sichtweise zu dem Nationalsozialismus erhalten. Somit habe ich großen Respekt vor diesem Thema und es erinnert die Menschen daran, dass sowas nicht mehr passieren sollte.

Samira

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