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Nathan der Weise (to go) - Über 50 BKOler reisen in die Landeshauptstadt

Die Klassen W AHB 12 und W AHF 12 besuchten unter der Leitung unserer Deutschlehrerinnen Regina Schleheck und Doris Weber im Januar diesen Jahres Lessings "Nathan der Weise (to Go)" in Düsseldorf.

Die Inzenierung geht neue Wege: Das Stück wird von den Schauspielern in die heutige Zeit transportiert. Die Mode ist aktuell und ebenso das Bühnenbild. Moderne Licht- und Videotechnik werden eingesetzt. Das Stück wird in der Stadt an immer neuen, wechselnden Standorten aufgeführt.

  • Lessing - Der bedeutende Dichter wirbt in seinen Stücken für Toleranz.
  • Nathan der Weise überwindet mit seiner menschlichen Art religiöse Grenzen.
  • Humanismus und Toleranz sind die Basis für ein friedliches Zusammenleben.

Die Story in aller Kürze

Toleranz und Menschlichkeit lösen am Ende alle möglichen Konflikte und überwinden scheinbar unüberbrückbare religiöse Grenzen. Der Mensch und sein Wesen stehen im Mittelpunkt, Respekt und Zuneigung retten die Beziehung zwischen den Menschen, die drei unterschiedlichen Religionsgemeinschaften angehören.

Das Stück handelt von Nathan, einem einflussreichen jüdischen Geschäftsmann, der einem Christen (Tempelherr) zu Dank verpflichtet ist, weil dieser dessen Tochter Recha das Leben gerettet hat. Der Tempelherr verdankt sein eigenes Leben wiederum Sultan Saladin, einem Muslim.

Die vier Hauptpersonen lernen sich kennen und nach einigen Missverständnissen, Treffen und Gesprächen, stellt sich heraus, dass alle vier unabhängig von ihren Religionen in familiären Beziehungen stehen. Erst später wird klar, dass Nathan nur Adoptivvater der christlich getauften Recha ist. Alle Beteiligten realisieren auch, dass der Tempellherr nicht nur der Bruder von Recha ist, sondern auch der Sohn des verstorbenen Bruders des Sultans. Trotz der religiösen Unterschiede findet sich die Familie zusammen.

Eine zentrale Rolle für die Verständigung der Hauptpersonen, die unterschiedlichen Religionen angehören, spielt die von Nathan präsentierte Ringparabel. Das Gleichnis erklärt die Bedeutung von menschlichem Verhalten und Humanität, als Alternative zu religiösen Regeln.

"Alles, was ich sonst besitze, hat Natur und Glück mir zugeteilt. Dieses Eigentum allein dank ich der Tugend" (*Nathan/1/1)

Gotthold Ephraim Lessing, (22.1.1729 - 15.2.1781) gilt als der wohl bedeutendste Dichter der deutschen Aufklärung. Mit den Dramen "Minna von Barnhelm", "Emilia Galotti" und "Nathan der Weise" hat er Werke von internationaler Bedeutung geschaffen. Lessing galt als hoch intelligent und begabt. Bis zum heutigen Tage werden seine Stücke immer wieder aufgeführt.

Kommentare der Schülerinnen und Schüler sowie Pressestimmen

  • Mena S.: "Das Thema wurde mit moderner Technik spannend gestaltet."
  • Moritz W.: "Die Leistung der Schauspieler hat sehr überzeugt."
  • Westdeutsche Zeitung, 15.01.2019: „Das Publikum sitzt auf Kirchenbänken mit Decken auf den Knien und staunt über ein Bekenntnis zum Humanismus, das heutiger nicht sein könnte. Das sollen zwei Stunden gewesen sein? So geht gutes Theater."
  • Juliane M.: "Theater mal anders."
  • Kommentar auf der Rückreise: "Harte Sitze - Gutes Theater"
  • WDR Scala Ulrike Gendorf 16.1.2019: „Die Stärke dieser mobilen Inzenierung von Robert Lehninger ist, dass sie Lessings Argumentations- und Gedankendrama erstaunlich schnell in Fahrt bringt. Es wird bewegend, spannend und nimmt das Publikum spürbar gefangen..."
  • Ilayda U.: "Die moderne Inszenierung wirft einen komplett neuen Blick auf das Theater."

Quelle der Bilder: Schauspielhaus Düsseldorf

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