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Abschiebung? Nein, danke!

Wir als Schule haben nicht nur einen Integrationsauftrag sondern auch eine Schutz- und Fürsorgefunktion.

Abschiebung? Nein, danke!

Wir als Schule haben nicht nur einen Integrationsauftrag sondern auch eine Schutz- und Fürsorgefunktion.
 

Die Schülerinnen und Schüler des Berufskolleg Opladen haben ein klares Zeichen gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik gesetzt: Kurz vor den Ferien wurden über 800 Unterschriften zusammen mit der Petition „Keine Abschiebung von Menschen aus unserer Schulgemeinschaft" an den Schulpaten Prof. Karl Lauterbach übergeben.

„Wir setzen uns für demokratische Werte und Menschenrechte ein", erklärt der Schülersprecher Pascal Bühlow, der die 11. Klasse der Höheren Handelschule besucht. „Bei uns sind internationale Schüler herzlich willkommen."

Hintergrund der Aktion ist die problematische Situation vieler Jugendlicher aus den Internationalen Klassen. Diese haben zum Teil nur einen befristeten Aufenthaltsstatus in Deutschland – deshalb droht ihnen, sobald sie volljährig sind, die Abschiebung in ihr Heimatland. „Ich habe Angst, wieder nach Afghanistan zurück zu müssen", erklärt etwa Siawash Jami, der vor einigen Monaten einen negativen Bescheid erhalten hat. „In meiner Heimat muss ich damit rechnen zu sterben." Immerhin: Aufgrund vieler Unterstützer konnte Siawash die Abschiebung verhindern – der 18-Jährige hat inzwischen eine Ausbildungsstelle in Köln.

Doch das Problem bleibt: Sechs SchülerInnen aus dem BKO wurden in den vergangenen zwei Jahren abgeschoben. „Das ist für uns unerträglich", erklärt Werklehrer Markus Lutze, der die Aktion mit ins Leben gerufen hat. „Wir als Schule haben nicht nur einen Integrationsauftrag sondern auch eine Schutz- und Fürsorgefunktion."

Am Aktionstag stellten sich die „regulären" Schülerinnen und Schüler symbolisch vor ihre Mitschüler aus den Internationalen Klassen. Auch Schule-ohne-Rassismus-Schulpate Prof. Lauterbach war von der Aktion angetan: „Ich nehme die Petition gerne an und werde das Anliegen nach Berlin tragen", erklärte der Bundestagsabgeordnete.

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