Was hat es auf sich mit der Notebook-Klasse (oder Laptop-Klasse)?
Es gibt viele Wege, Sinn und Unsinn der Notebook-Klasse zu bewerten. Eine Möglichkeit ist die Befragung der Betroffenen, der Schülerinnen und Schüler, die konkret in der Notebook-Klasse unterrichtet werden.
Der Deutschlehrer, Richard Wagner, hat Argumente für und gegen die Einrichtung von Notebook-Klassen aufschreiben lassen. Es lohnt sich, die Argumente der SchülerInnen anzuhören.
Pro- und Kontra-Argumente werden von drei Schülern aus der Notebookklasse einander gegenüber gestellt und werden hier als Argumentationsketten in Kurzform beispielhaft aufgelistet.
Argumentationskette 1:
Sollen am BKO im Bereich Technik ab nächstem Schuljahr alle 11-er Klassen als Notebook-Klassen unterrichtet werden?
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These Pro
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Antithese Kontra
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Man hat die Möglichkeit, die Programme, die in der Schule erklärt werden, auch zu Hause nochmal zu lernen. (Man bekommt die Programme erklärt, die man auch in der Industrie verwenden muss.)
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Nicht alle Familien können es sich leisten, einen teuren Laptop zu kaufen.
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Man kann im Unterricht sich im Internet über Themen informieren, die in einem Buch nicht behandelt werden (aktuelle Themen zum Beispiel).
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Man hat immer die Gefahr, dass der Laptop geklaut wird und der Schaden dann nicht ersetzt wird.
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Man ist im Unterricht nicht auf einen Computerraum angewiesen, der die meiste Zeit belegt ist.
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Die Schüler haben im Unterricht immer die Möglichkeit, Spiele zu spielen und im Internet zu surfen. Dadurch werden die Schüler vom Unterricht abgelenkt und schreiben nicht mehr so gute Noten.
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Da man immer mit einem Schreibprogramm arbeitet, wird man sofort auf die Fehler aufmerksam und kann sie berichtigen, was bei einem handgeschriebenen Text nicht so einfach ist.
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Im Unterricht geht der Lehrer davon aus, dass jeder Schüler die nötige Software besitzt, um dem Unterricht zu folgen. Wenn dies nicht der Fall ist, hat man ein großes Problem, weil man dem Unterricht nicht mehr folgen kann. Man ist sozusagen auf seinen PC angewiesen.
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Die Computerkenntnisse werden durch die tägliche Arbeit mit dem PC in nur wenigen Wochen stark vermehrt. Man kann alle Arbeitsschritte über einen Beamer verfolgen und an seinem eigenen PC nachmachen.
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Die Lehrer müssen extra geschult sein, um die Klasse mit einem Computer zu unterrichten. Das erzeugt wiederum Kosten für den Staat.
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Argumentationskette 2:
Sollen am BKO im Bereich Technik ab nächstem Schuljahr alle 11-er Klassen als Notebook-Klassen unterrichtet werden? |
These Pro:
Eine Laptopklasse sollte eingerführt werden, da der Laptop viele technische Vorteile bietet und viele Vorzüge im Unterricht mitbringt.
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Antithese Kontra:
Eine Laptopklasse sollte nicht eingeführt werden, da der Laptop das Lernen und den Unterricht erschwert.
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Besseres (einfacheres) Besorgen und Nutzen von anschaulichem Informations- Material durch die Nutzung des Internets oder bestimmter Software, die auf den Laptops benutzt werden kann.
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Missbrauch des Laptops durch persönliches Benutzen des Internets oder durch das Spielen von Computerspielen.
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Es ist einfacher, mit dem Lehrer per E-Mail in Kontakt zu kommen und ihm z.B. Hausaufgaben zu schicken oder organisatorische Sachen zu fragen.
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Die Schultasche ist wesentlich schwere durch das Gewicht des Laptops, der gut 2 kg wiegt, sowie Bücher, Netzteil und Maus.
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Die Gestaltung von Texten ist immer ordentlich und es gibt keine Probleme mehr mit unleserlichen Texten.
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Bei Problemen (Defekten) der Software oder der Hardware können Verzögerungen im Unterricht für die Klasse oder einen selber auftreten.
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Mann kann sein erarbeitetes Material auf dem Laptop sortiert abspeichern und kann so auf alle seine Materialien in jeder Stunde zugreifen, sodass nichts mehr zuhause vergessen werden kann.
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Die Anschaffung des Laptops können sich manche Personen nicht leisten und so nicht in die Laptopklasse kommen.
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Mit Hilfe der Tastatur kann man wesentlich schneller und einfacher lange Texte schreiben.
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Es gibt eine hohe Ablenkungsgefahr im Unterricht, wenn mal nicht mit dem Laptop gearbeitet wird.
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Argumentationskette 3:
Sollen am BKO im Bereich Technik ab nächstem Schuljahr alle 11-er Klassen als Notebook-Klassen unterrichtet werden? |
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These Pro:
Die Idee, eine Notebook-Klasse inzuführen, ist gut.
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These Kontra:
Die Laptop-Klasse bei den Metallern hat sich bisher nicht bewährt, also sollte das Projekt nicht durchgeführt werden.
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Die Schüler haben alle die Programme, die sie brauchen, auf dem PC und können somit auch zu Hause mit den Programmen lernen bzw. umgehen.
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Die Schüler, die eine Laptop-Klasse besuchen, müssen jeden Tag ihr Notebook in die Schule tragenm und haben somit zu "schleppen".
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Das Schreiben von längeren Texten wird erleichtert, da das Tippen definitiv leichter ist als Schreiben.
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Die Schüler könnten sich vom Unterricht mit Computerspielen, Internet oder sonstigen Medien ablenken und würden somit nichts lernen.
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Zu den schulischen Aufgaben werden die Schüler mit dem genaueren Bedienen von Notebooks vertraut.
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Sobald ein PC kaputt geht, gehen alle Daten verloren, so dass die Schüler all die bearbeiteten Sachen wieder aufarbeiten müssen und somit in der Schule hinterher hängen.
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Die Schüler lernen das Umgehen mit professionellen Programmen.
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Sollte ein Notebook im Unterricht nicht voll funktionieren, geht Unterrichtszeit verloren, da der Lehrer sich mit dem Schüler um die Behebung des Problems kümmern würde.
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Die Schüler haben all die Unterrichtsmaterialien, die sie täglich brauchen, auf ihrem PC.
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Notebooks sind heutzutage noch sehr teuer und die Programme, die in der Schule verwendet werden, brauchen einen guten PC. Das heißt, dass man viel Geld in einen solchen PC investieren muss.
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In der Notebook-Klasse wird man auf den späteren Beruf im Büro vorbereitet.
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Nicht jeder kann sich einen Laptop leisten, so dass er die Klasse nicht besuchen kann.
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Schüler lernen den Umgang mit dem Internet.
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PCs können in den Pausen geklaut werden oder durch Streiche von den Mitschülern beschädigt werden.
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